Nebel als Highlight

Der Blick vom Winterberg

Beim Autofahren ist er verhasst, da er die Sicht des Fahrers massiv beeinträchtigt. In Horrorfilmen kommt der Nebel sogar immer mit Unheil daher. Doch in der Fotografie ist der Nebel dein Freund, er erzeugt mystische Momente und macht Panoramas spannender und einmalig. Gerne möchte ich euch in diesem Blog Tipps geben wie man den Nebel als Highlight am besten einfangen kann. Was braucht Ihr dafür und wo muss man dazu hingehen.

Als Landschaftsfotograf sollte einem ein nasskaltes Wetter nicht weiter stören, denn genau an diesen Tagen macht Ihr die besten Landschaftsaufnahmen. Besonders im Herbst, wenn es zu den starken Temperaturschwankungen kommt, es auch immer mal wieder geregnet hat, entsteht er, der Nebel. Daher empfehle ich immer eine Regenjacke und Wasserfeste Schuhe z.B. Wanderschuhe dabei zu haben. Auch ein Regenschutz für den Kamerarucksack sollte immer dabei sein.

Um Nebel als Highlight fotografieren zu können, ist ein Stativ zwingend notwendig. Vor Sonnenaufgang hat man meist Verschlusszeiten von mehreren Sekunden, diese kann man nicht aus der Hand aufnehmen. Nach Sonnenaufgang sieht die Sache anders aus und man kann gerne auch auf das Stativ verzichten. Neben dem Stativ sollte man auch immer ein Tuch für die Linse vom Objektiv haben. Diese laufen gerne noch einiger Zeit bei einer hohen Luftfeutigkeit an und würden weitere Aufnahmen unmöglich machen. Nicht in den Nebel blitzen, dies zerstört nur euer Bild. Habt auch immer eine Taschenlampe oder besser eine Stirnlampe dabei. So habt ihr auch in den dunklen Momenten Licht und beide Hände frei.

Wo findet man Nebel?

Um zu wissen wo es Nebel für gute Fotos geben wird, muss man erst einmal verstehen, wie sich Nebel bildet. Nebel bildet sich meistens nachts in der Nähe von Gewässern und über feuchte Böden. So sind die Chancen am besten früh am Morgen vor Sonnenaufgang, da die Sonne Nebel zerstört. Besonders auf Feldern, in Wäldern und an Flüssen bildet sich schnell Nebel. Daher sollte man früh aufstehen und vor Sonnenaufgang schon an seinem Fotopunkt sein. Diesen Punkt sollte man sich schon vorab einmal angesehen haben, um sich nicht zu verlaufen. Auch um gefahren zu vermeiden und einen guten Blick mit einem tollen Motiv zu haben. In Sachsen ist ein wahrer Nebelgarant das Elbsandsteingebirge, besonders im Herbst hat man hier mindestens 1 Tag in der Woche mit Nebel.

Sonnenaufgang im Nebel

Häntzschelstiege – Sächsische Schweiz

Am schönsten finde ich selbst Nebel immer in Kombination mit den ersten Sonnenstrahlen. Hier entstehen Momente die einmalig sind. Mit längeren Belichtungszeiten kann man zudem auch die Bewegung des Nebels einfrieren. Durch das Spiel der Sonne mit dem Nebel entstehen Schatten wo sonst keine sind oder ein Bildverlauf der sonst ebenfalls nicht gegeben ist. Ich empfehle auch beim Sonnenaufgang nicht auf das Stativ zu verzichten. So kann man immer mit scharfen und Verwacklungsfreien Bildern rechnen. Hier sollte man übrigens nicht vergessen den Bildstabilisator am Objektiv auszustellen. Dieser spielt Fotografen gerne bei der Nutzung von Stativen einen Streich und baut Verwacklungen ein, wo keine sind!!! Durch das Stativ kann man ebenfalls den ISO-Wert niedrig eingestellt lassen und vermeidet so unnötiges Rauschen (Pixelbausteine im Bild). Besonders bei der Benutzung von Teleobjektiven (also Brennweiten über 50mm), merkt man schnell, dass Belichtungszeiten unter 1/200 meist zu unscharfen Bildern aus der Hand Führen. Mehr zum Thema Brennweiten hier.

Mehr solcher Bilder mit Nebel als Highlight findet ihr hier.

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