Der Objektiv-Einstieg

Immer wieder erreichen mich viele Nachrichten per E-Mail oder über die Sozialen Medien. Diese beantworte ich immer sehr gerne, deshalb hat es mich bekräftig dieses Thema in meinem Blog zu behandeln. Bevor ich euch nun die ersten Objektive empfehle, gibt es aber zuvor wichtige Dinge, die es zu beachten gilt.

Der Anschluss

Das erste und wichtigste ist der Objektivanschluss deiner Kamera bzw. deines Kamerasystems. Jeder Hersteller hat sein eigenen Objektivanschluss / Objektivbajonett oder auch Mount (Englisch: montieren oder anbringen) genannt, entwickelt.

Canon:

Canon hat seit 1987 das sogenannte EF-Bajonett, dieses unterteilt sich weiter in  EF, EF-S und EF-M. Seit 2018 hat Canon ein weiteres Bajonett für seine neue EOS-R-Kamera entwickelt (spiegelloses Vollformatsystem), das sogenannte RF-Bajonett. Das EF-M Bajonett (M = mirrorless also spiegellos) ist der neuste Anschluss bei Canon und gehört zu den neuen spiegellosen Kameras. Das EF-Bajonett ist der klassische Anschluss für Canon Vollformatkameras (z.B. Canon EOS 6D oder 5D). Dieses Bajonett passt allerdings technisch auch auf die APS-C Kameras wie der Canon EOS 800D. Das EF-S-Bajonett ist der Anschluss für Canon APS-C Kameras. Objektive mit diesem Anschluss passen zwar auch rein technisch auf den EF-Anschluss, aber an einer Vollformatkamera bekommt man dann nur den Ausschnitt eines APS-C Sensors. Noch gravierender ist, dass ein paar Objektive (insbesondere Ultra-Weitwinkel) manchmal weit nach hinten reichende Linsen besitzen, welche bei einem Anschluss an einer Vollformatkamera den Spiegel beschädigen kann. Dies ist der Grund warum Canon hier manche APS-C Objektive an Vollformatkameras mechanisch unterbindet. Das RF-Bajonett ist der aktuelle Anschluss für die Canon Systemkameras der R-Reihe. Die Information zwischen Kamera und Objektiv wird ausschließlich digital übertragen. Objektive der EF / EF-S Reihe können mittels Adapter an einer EOS R angeschlossen werden, umgekehrt ist dies nicht möglich. Das EF-M-Bajonett ist komplett inkompatibel.

Nikon:

Das F-Bajonett ist der universelle Objektivanschluss bei Nikon. Es dient dem Anschluss von Objektiven an analoge oder digitale Spiegelreflexkameras seit dem Jahr 1959. Aber ältere FX Objektive passen unter anderem nicht an die neuen Nikon APS-C Modelle wie z.B. der D5000. 2018 brachte Nikon, ähnlich wie Canon, ein komplett neues Z-Bajonett für spiegellose Kameras heraus. Dieses Bajonett ist aber völlig inkompatibel zu allen alten Bajonetten von Nikon.

Fuji:

Für die Kameras der X-Serie hat Fujifilm ein eigenes digitales Kamerasystem mit entsprechendem Objektivanschluss entworfen, dieser Anschluss wird als X-Bajonett bezeichnet wird. Dieses ist ausschließlich für APS-C Kameras gedacht.

Sony:

Sony hat zwei völlig zueinander inkompatible Anschlüsse. Das A-Bajonett (Minolta-AF-Objektive) und das E/EF-Bajonett. Sony bietet Adapter zur Anpassung vom A-Mount zu dem E-Mount. Dies ist an sich sehr Kundenorientiert aber auch hier liegt der Teufel im Detail. Metallringe schließen Objektive nur an die Kamera an, aber erlauben jedoch keine Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv. So muss man bei diesen Adaptern auch manuell fokussieren. Selbst die teuren elektronischen Adapter bieten nicht dieselbe Leistung wie das passende Objektiv. In vielen Fällen kommt es zu längeren Autofokuszeiten, manchmal zu Problemen beim Scharfstellen. Sony räumte gegenüber dem amerikanischen Fotofachmagazin DPReview auch ein, dass keiner seiner Adapter – weder bei Fremdobjektiven noch bei seinen eigenen A-Bajonett-Objektiven den Augen-Autofokus noch die Motivverfolgung unterstützen.   

Olympus/Panasonic:

Micro Four Thirds (kurz: MFT) bezeichnet einen im Wesentlichen von den Unternehmen Panasonic und Olympus entwickelten Anschluss für spiegellose Systemkameras. Es ist ein offener und abgestimmter Standard für Systemkomponenten wie zum Beispiel Objektivanschlüsse.

Die Brennweite und Crop Faktor

Brennweiten im Vergleich

Der zweite wichtige Punkt ist die Brennweite in Zusammenhang mit dem Crop-Faktor (Crop = Englisch beschneiden). Der Begriff der Brennweite geht zurück in die Frühzeit der Optik. Damals unterschied man Linsen unter anderem durch den Abstand, welcher nötig war, damit die Linse ein punktförmiges Abbild der Sonne auf ein (brennbares) Objekt warf. Der Abstand zwischen Linse und diesem Brennpunkt war dann die Brennweite. Heute nutzt man zur Bestimmung der Brennweite nicht mehr die Sonne, aber die Begriffe sind die gleichen geblieben.

Der Cropfaktor von APS-C Kameras

Du kaufst dir ein 50mm Objektiv und stellst fest, dass du doch keinen Bildausschnitt von 50mm hast, sondern rund 80mm. Wie kommt das? APS-C Kameras haben einen kleineren Sensor als Vollformat Kameras. Das bedeutet wiederum, dass deine Kamera einen Crop-Faktor hat. Nikon- (z.B. D3500/D5600/D7500)  und Sony-Kameras (α6000/α5000) mit APS-C-Sensor haben einen Crop-Faktor von 1.5, Canon-Kameras (z.B. 2000D/800D/80D) mit APS-C-Sensor einen Crop-Faktor von 1.6. Um euch noch weiter zu verwirren gibt es seit 2008 noch ein weiteres System, das sogenannte Micro Four Thirds (Olympus und Panasonic). Hier beträgt der Crop-Faktor 2.0! Achte zudem auf die Brennweite: Kleine Brennweiten (z.B. 16mm oder 24mm) zeigen viel meiner Umgebung und heißen daher auch Weitwinkel oder Ultraweitwinkel, große Brennweiten (z.B. 200mm) holen entfernte Objekte nah an mich heran und heißen auch Tele. Ein weiterer Begriff bei Brennweiten stellen die Fish-Eye Objektive. Diese haben das typische Fischaugen Format und haben meist Brennweiten von 8mm bis 10mm. Ein großer Nachteil dieser Objektive sind die stürzenden Linien, besonders am Rand des Bildes.

Lichtstärke

Festbrennweite 50mm f1.4

Sie ist das größte mögliche Verhältnis zwischen Blendenöffnung und Brennweite – je kleiner die Zahl (z.B. f1.4), desto mehr Licht fällt auf meinen Sensor in der Kamera. Als Beispiel steht die Bezeichnung 50mm 1:1.4 für die verfügbare Blendenöffnung des Objektives. Dies wird auch mit dem Begriff Lichtstärke bezeichnet. Je kleiner die Zahlen hinter dem Doppelpunkt, desto mehr Licht kann maximal durch das Objektiv auf den Sensor der Kamera einfallen. Bei sogenannten Reisezoom Objektiven wie das „Sigma 18-300 mm F3.5-6.3“ bezieht sich die Blendenzahl 3.5 auf die kleinste Blende des Objektives bei der kürzesten Brennweite von 18mm. Die Blendenzahl 6.3 auf die kleinste Blende des Objektivs bei der längsten Brennweite von 300mm. Je kleiner die Blendenzahl, desto offener die Blende. Je größer die Blendenzahl, desto geschlossener.

Naheinstellgrenze

Die minimale Fokusdistanz oder auch Naheinstellgrenze ist der Mindestabstand, den du zu deinem Motiv (von der Frontlinse des Objektivs aus gesehen) haben musst, um es scharf ablichten zu können. Wichtig ist dies besonders in der Makrofotografie.

Objektive für Einsteiger

Canon

Normal kauft man mit der ersten Spiegelreflexkamera ein Standard Kit Objektiv (EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS STM) gleich mit. Zu Beginn reicht dies vollkommen aus. Mit der Zeit steigen die eigenen Ansprüche und somit auch die Ansprüche an das Objektiv. Als Ersatz für das Standard-Kit Objektiv empfehle ich das Sigma AF 17-50mm f2.8 EX DC OS HSM (ca. 250€). Ein sehr guter Allrounder für unter 400€ wäre das Canon EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS STM. Zum Fotografieren von Landschaften wäre eine sinnvolle Erweiterung ein Weitwinkelobjektiv (z.B. Sigma EX 10-20mm F/3,5). Wer es einfacher mag, dem empfehle ich den Kauf eines Reisezoom Objektives wie z.B. das Sigma 18-300 mm F3.5-6.3 DC Makro OS HSM. Hier hat man eine Brennweite von 18 mm bis 300 mm in einem einzigen Objektiv. Aber man muss auch hier Abstriche hinnehmen, wie z.B. bei der Auflösung oder der Schärfe.

Als Einstieg rate ich vom Kauf einer Festbrennweite ab. Im späteren Verlauf der Fotografie haben sie ihre Vorteile, aber wie der Name sagt, besitzen sie nur eine feste Brennweite. Ihr Vorteil ist aber ihre Lichtstärke. Der Klassiker ist hier das 50mm Canon EF 50mm f/1.8 STM für rund 120€.

Sony

Wer sich für das System von Sony entschieden hat, wird schnell feststellen, dass es keine wirklich günstigen Objektive zum Einstieg gibt. Neben dem Kitobjektiv (18-55 mm, F3.5-5.6) empfehle ich als universal Objektiv zum Einstieg das 18-135mm f/3.5-5.6 (530€). Bei den Weitwinkelobjektiven sieht es im preisgünstigen Segment sehr schwierig aus. Hier kann man sich entscheiden zwischen einem günstigen 20mm f2.8 für 299€ oder dem 10-18mm f4 für schon stolze 690€. Eine günstige Festbrennweite für z.B. Portraits wäre auch hier das 50mm f1.8 (188€). Wer bei Sony etwas offen ist, dem empfehle ich auch den Blick zu Tamron oder Sigma.

Nikon

Das Nikon Objektivportfolio ist riesig und wie bei Canon kann man das System mit Objektiven von Sigma und Tamron erweitern. Neben dem Kitobjektiv (18-55 mm, F3.5-5.6) empfehle ich als Reisezoom das 18-300mm f/3.5-6.3 (540€). Bei den Weitwinkelobjektiven im preisgünstigen Segment gibt es für 280€ das 10-20mm f.5-5.6. Als Ersatz für das Standard-Kit Objektiv empfehle ich das Sigma AF 17-50mm f2.8 EX DC OS HSM (ca. 295€). Die klassische 50mm f1.8 Festbrennweite für z.B. Portraits gibt es für rund 200€.

Olympus / Panasonic

Grundsätzlich sind alle Micro Four Thirds Objektive kompatibel an den Kameras von Olympus und Panasonic. Die Objektive gibt es häufig ähnlich sowohl von Olympus als auch von Panasonic. Aber Achtung: Objektive von Olympus haben meist keinen eigenen Bildstabilisator. Dies liegt daran, dass in Olympus-Kameras bereits einen Bildstabilisator verbaut ist. Bei Panasonic ist das nicht immer der Fall und so sind den Objektive von Panasonic oft Bildstabilisatoren integriert. Objektive von Tamron oder Sigma mit MFT-Anschluss kannst du bedenkenlos nutzen. Meine Empfehlung im Reisezoombereich wäre das 14-140mm f3.5-5.6 für 599€, als Festbrennweite empfehle ich das 45mm f1.8 für 260€ oder das 25mm f1.4 (Crop-Faktor berechnet 50mm) für 450€.

Fuji

Wer bei Fujifilm günstige Objektive mit Zoom sucht wird leider komplett enttäuscht. Das eigene Sortiment ist sehr dünn aufgestellt und man bekommt mehr Festbrennweiten. Hier kann ich daher nur das 18-135mm f3.5-5.6 für 769€ empfehlen oder das 35mm f2.0 für 199€. Um das Portfolio etwas zu verbessern lohnt sich vielleicht auch der Blick bei den Firmen Meike, Zeiss und 7Artisans.

Reinigung von Objektiven

Reinigungspinsel

Reinige deine Objektive regelmäßig, um Bildfehler durch Schmutz auf den Linsen zu vermeiden. Für den groben Schmutz kannst du einen feinen Pinsel oder einen Blasebalg nutzen. Das Gehäuse kannst du mit einem normalen Mikrofasertuch abwischen und auch reinigen. Schmutz im Filtergewinde entfernt man am besten mit einem Wattestäbchen. Die Frontlinse reinigt man mit einem sauberen Mikrofasertuch oder einem Reinigungsstift.

Die Lagerung von Objektiven

Hier hat so jeder seine Vorlieben. Es ist aber egal ob sie stehend oder liegend gelagert werden. Objektive sollten aber immer Trocken und bei Raumtemperatur gelagert werden. Nach Möglichkeit auch immer Staubgeschützt in einem Objektivköcher oder in einer Kameratasche bzw. Rucksack.

All diese Empfehlungen beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen oder denen meiner Kollegen. Von den jeweiligen Firmen bekomme ich kein Geld und auch sonst keine Unterstützung für diesen Bericht.

Supergewitter über Dresden

0F5A5174-++-ps-kleinIn der vergangenen Nacht zog eine Superzelle über Mitteldeutschland hinweg und zeigte die Kraft und Gewalt der Natur.

In der letzten Nacht zog eine Superzelle mit extremen Gewittern über Dresden und Mitteldeutschland. Dieses Naturschauspiel lässt mich als Fotograf nicht mehr ruhig sitzen und zog mich nach draußen um es in einem foto zu fesseln. Grundvorraussetzung dafür ist eine sichere Position, ein guter Weitblick, ein Stativ und nach möglichkeit einem Funkauslöser. Was fehlt noch? Natürlich das Glück, dass ein Gewitter zu einem kommt oder in der nähe entsteht.

Man sollte hierbei immer an den Eigenschutz denken, ist dies gegeben so geht es dann um die Einstellungen an der Kamera. Für die Blitzfotografie sind lange Belichtungszeiten unverzichtbar. Es empfiehlt sich hier eine Zeit zwischen 10 und 30 Sekunden zu wählen. damit erhöht man die Chance ein Blitz im Bild einzufangen. Von der Isozahl lohnt es sich je nach Licht bei der natürlichen Zahl von 200 zu bleiben. Die Blende wähle ich selbst immer so, dass nach Möglichkeit die Lichter nicht zu große Blendsterne ausbilden. Hat man ein Funkauslöser so stellt man ihn so ein, dass die Kamera immer neue Bilder macht, sowie ein Bild aufgenommen wurde. Hat man keinen geht dies auch von Hand. Jetzt braucht man nur noch Glück und etwas Geduld.

Frühling im Detail für Fotografen

0F5A4273-Bearbeitet++-ps-kleinNach dem Winter erfreut man sich schon über die kleinen Dinge, welche die Natur einen nach der kalten, nassen und dunklen Jahreszeit bringt. Man genießt die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, erfreut sich über die ersten Farbtupfer, welche die Frühblüher mit sich bringen.

Auf nahezu allen Grünflächen sprießen zur Zeit weiße, violette oder gelbe kleine Frühblüher. An den Bäumen sieht man die ersten Knospen und weiß, das der Winter nun vorbei ist. Gerade in dieser Jahreszeit geht man als Fotograf besonders gern nach draussen um neue Fotos zu machen, das Licht der Sonne ist noch weich, da die Sonne am Himmel noch nicht so hoch steht wie zur Sommerzeit.

Als kleinen Tipp für angehende Fotografen, die beste Zeit für solche Fotos ist die Zeit vor dem Sonnenuntergang, da hier das Licht besonders weich und warm ist. Ein Bodennaher Fotostandpunkt sorgt zudem für tolle Motivmöglichkeiten bzw. gibt Freiraum für einen kreativen Bildaufbau. Als Brennweite empfiehlt sich hierbei alles ab 40mm besonders gut. Eine kleine Blendenzahl (kleiner f4,0) sorgt zusätzlich für eine gute Freistellung des Motives. Bei kleinen Blendenzahlen entsteht ein tolles Bokeh und verleiht dem Bild zusätzlich eine tolle Note.

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Dresden im Winterglanz

IMG_2585-Bearbeitet-2++-ps-klein Winterglanz in Dresden – Schnee im Elbflorenz.

In Dresden ist man gewohnt, dass es im Winter 1-2 Wochen im Jahr kalt wird aber mit viel Schnee rechnen hier nicht wirklich viele Menschen. Um so mehr freut man sich besonders als Fotograf wenn nach knapp 5 Jahren der Winter wieder einmal auch so bezeichnet werden kann. So kamen im Januar ständig neue Schneeschauer vom Himmel und verzauberten die Stadt mit einem traumhaften Winterglanz in weiß. So fielen in den ersten tagen des neuen Jahres gleich bis 20-30cm Neuschnee im Stadtzentrum.

Als Fotograf muss man nun die Chance nutzen und sofort in die Spur gehen, bevor der Winterdienst oder der Alltag einsetzt. Der Charm für mich besteht immer darin, den unberührten Schnee festzuhalten und dies mit den schönen Motiven aus Dresden und Sachsen.

0F5A0414-Bearbeitet-1++-ps-kleinSo startet ein Fotografen Tag auch gut und gerne einmal 3Uhr früh am Morgen bevor der Alltag beginnt. Diese ruhe und der Schnee lösen bei mir selbst immer die schönsten Kinder-Winter-Erinnerungen aus und so ist das frühe aufstehen kein Problem und auch schnell wieder vergessen, wenn man so schöne Momente erleben kann und darf.

Nun geht es langsam aber mit dem weißen Winter dem Ende entgegen und es liegen aktuell in Dresden nur noch einzelne Schneereste auf den Wiesen und an den Rändern der Wege. Die kalten Temperaturen der letzten Tage gerade auch nun mehr und mehr in vergessenheit und so stellt sich bei mir auch nun der Körper auf den Frühling ein.

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Hochzeitssommer

0F5A7958-Bearbeitet-3++-ps-kleinSommer Sonne und Hochzeiten

Ein Sommer voller Hochzeiten stand in diesem Jahr in meinem Kalender an. Kaum etwas in der Portraitfotografie begeistert mich so sehr wie die Hochzeitsfotografie.

Glückliche Paare, tolle Kleider und Anzüge, strahlende Gesichter und Freudentränen lösen bei jedem Gast ein strahlendes Gesicht und Freude aus. Ein schöneres Umfeld zum Arbeiten kann man sich kaum vorstellen. Dennoch darf man diese Arbeit nie Unterschätzen denn ein Moment kann nicht wiederholt werden und muss beim ersten Anlauf sitzen. Hierfür braucht man viel Übung und ein gutes Auge um die Situation richtig und schnell einzuschätzen. Hochzeiten werden je nach Wunsch  IMG_5253-1++-ps-klein 0F5A4759-1collage-1++-ps-klein

 

 

 

 

verschieden Dokumentiert. Von nur der fotografischen Begleitung der Trauung im Standesamt mit dem anstecken der Ringe und den besigelnden Kuss sowie Gruppenbildern oder dann die etwas längere Variante mit einem kleinen Paarshooting. Wer den Tag aber in seiner Gesamtheit festhalten möchte kann auch dies Buchen zum Bei­spiel vom Anzie­hen und fer­tig machen des Brautpaares bis hin zum Schleiertanz um Mitternacht. Bei der Hoch­zeits­re­por­tage mache ich nicht nur Fotos von dem Braut­paar, son­dern auch von der Umge­bung, in der die Hoch­zeit statt­fin­det und den vielen Gästen die mit euch den Tag verbringen und Ihn so unvergässlich machen.

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Sundowner Fotosession auf Festung Königstein

IMG_2984-1-ps-klein++Sundowner Fotosession auf der Festung Königstein.

Am 24.06.2016 fand nach langer Pause wieder einmal eine Sundowner bzw. Sonnenuntergangs- Fotoveranstaltung statt. Die Festung lud dazu einige Fotografen ein aus der region ein.

Auch ich durfte wieder mit dabei sein. Mein Ziel war es diesmal neue Motive zu finden und fotografisch festzuhalten. Durch die vielen Besuche von mir auf der Festung und auch durch die „Early Bird Fotosession“ konnte ich schon sehr viele Motive ablichten. Nun sollten auch die kleinen Motive gefunden werden. Um 19Uhr trafen wir uns am oberen Parkplatz der Festung und liefen gemeinsam hoch. Im Schatten der Georgenburg wurde kurz das schwere Gepäck abgestellt und noch einmal Wasser getankt, immerhin waren es an diesem Tag gute 30°C und pralle Sonne. Anschließend ging es zu der ersten Fotorunde über das Plateau der Festung.

Kurz vor 21Uhr trafen wir uns noch einmal kurz alle um einen kleinen Sundowner zu uns zu nehmen, kurz nachgedacht war der Sekt mit dem schönen Glas zu schade zum trinken und wurde kurzer Hand zum Fotomotiv umfunktioniert. Gegen 21:21Uhr ging dann die Sonne als riesiger Feuerball am Horizont nahe des Fernsehturms von Dresden unter.

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Erdbeermond über Dresden

IMG_2820-1++-ps-kleinErdbeermond in Dresden.

Gerade am Himmel zu sehen der sogenannte „Erdbeermond“

Im Gegensatz zum Blutmond, der häufiger zu sehen ist, entsteht die rote Färbung nicht durch eine Mondfinsternis. Die Färbung tritt auf, wenn der Mond im Juni sich näher am Horizont befindet als sonst. Weshalb er auch größer erscheint.

Seinen Namen bekam der Erdbeermond aber nicht, weil er farblich an das beliebte Sommerobst erinnert. Zu tun hat es trotzdem mit Erdbeeren, denn die Ureinwohner Nordamerikas gaben dem auffallend leuchtenden Vollmond den Namen, weil er den Beginn der Erdbeerernte einläutete.

IMG_2834-Bearbeitet++-ps-kleinDieses Schauspiel ist allerdings nur alle knapp 50 Jahre zu sehen, was bedeutet im speziellen dann im Jahre 2062. Wer nicht ganz so lange warte möchte kann sich den nächsten Supermond auch am Montag den 14. November 2016 ansehen. An diesem Tag wird er 14% Größer erscheinen durch die elliptische Bahn die der Mond beschreitet.

 

Frühling in Dresden

Frühling in Dresden – BlütenrauschIMG_2392-Pano-1++-ps-klein

 

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick, Im Tale grünet Hoffnungsglück; IMG_0893-1++-ps-kleinDer alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück… Getreu von Johann Wolfgang von Goethe kann man es auch hier in Sachsen sehen. Der Winter zieht sich immer mehr in die Berge der Sächsischen Schweiz und später noch weiter in das Erzgebirge zurück. In Dresden sprießen dann wie wild überall die Krokusse aus den Boden. Besonders der Große Garten verwandelt sich in ein Blumen Meer, weitere Blumenfelder findet man entlang der Hauptstrasse am Goldenen Reiter oder im Brühlschen Garten nahe der Frauenkirche.

Später folgen dann die großen Pflanzen wie die Forsythien, die Zierkirschen am Japanischen Palait und dann die normalen Kirsch und Apfelbäume (Bannewitz oder bei Heidenau bis hin dann zum flieda der schon den Abschluss des Frühlings bildet und so langsam den Sommer einleitet

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Die Algarve im Frühling Blumen und Meer…

IMG_5358-1++-ps-kleinDie Algarve im Frühling Blumen und Meer…

 

Die Algarve ist die südlichste Region Portugals und ist im Westen sowie im Süden begrenzt durch den Atlantik. Der Frühling in der Algarve ist für Südeuropa relativ feucht aber trotzdem sonnig. Daher ist die Algarve im Frühling grün und voller wildwachsender Blumen übersät. Gerade die Region um Colinas Verdes stellt eine Wildblumenhochburg da und ist damit ein echter Geheimtipp.

 

Wer nicht für Blumen und besinliche Natur zu haben ist, der ist auf jeden Fall begeistert von den Städten direkt am Meer. Kleine alte Fischerdörfchen, gelegen an einer Bucht mit feinen Sandstrand welche den alten Staub von sich entfernt haben und sich modern und offen präsentieren. Viele kleine Cafes, Bars, kleine Gassen und Straßen. Hier und da ein kleines altes Fischerboot.

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Die Küste der Algarve ist zumeist geprägt durch eine Steilküste, welche immer wieder von kleinen, teilweise versteckten Buchten und Traumstränden, unterbrochen wird. Das Wasser ist Kristallblau und man sieht auch im etwas tieferen Wasser den Grund. Durch das Meer sind über die Jahre, Jahrhunderte viele kleine Höhlen in den Steilküsten entstanden. Diese können mit Bootstouren besichtigt werden, einige können bei ruhiger See auch erschwommen werden.

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Festung Königstein – Winter Early Bird

IMG_9720-1Die Festung Königstein lud am 03.03.16 eine kleine Gruppe ausgewählter Fotografen zu der ersten Early Bird on Snow (Frühaufsteher Fotoveranstaltung im Schnee) auf die Festung ein.

Zu Beginn der Woche standen alle Zeichen gut für tolle neue Winterfotos auf der Festung. Toller Neuschnee war gefallen und knappe Temperaturen um die 0°C ließen einen Versuch zu. Zudem war nur ein leicht bedeckter Himmel vorhergesagt, was zudem noch einen schönen Sonnenaufgang geben könnte. Leider schlug das Wetter schon ein Tag später völlig um und ließ den Schnee in windeseile schmelzen. Einen weiteren Tag später wusste der Wetterdienst auch nichts mehr von einem nur leicht bedeckten Himmel und sagte einen geschlossene Wolkendecke vorraus.

Getreu dem Motto: „Irgendwas geht immer.“ zog es mich trotzdem um 4Uhr früh aus dem Bett und machte mich kurz darauf auch auf den Weg zur Festung nach Königstein. Zu dieser Uhrzeit bedeutet dies von Dresden aus, eine Fahrt mit dem Auto von ca. 40min. Oben an der Festung warteten auch schon ein paar bekannte Gesichter und so machten wir uns dann zusammen auf den Weg nach ganz Oben aufs Plateau – Standesgemäß um diese Zeit natürlich mit dem Fahrstuhl ;-). Oben angekommen sah man plötzlich die Festung wie eine Insel im Nebelmeer liegen, die immer wieder von Nebelwellen überrollt wurde. Dies ist ein wunderschönes Naturschauspiel und lässt einen das frühe Aufstehen sehr schnell vergessen.

Leider bestätigte sich auch das mit der Wolkendecke, welche sich noch vor dem Sonnenaufgang über die Festung Königstein zog. Also nun doch denkbar schlechte Bedingungen um Fotos zu machen, zu viel Nebel, keine Sonne, kein Schnee und viel zu dichte Wolken. Nun nach Hause fahren und alles war umsonst?

Quatsch, kein Weg ist vergebens. Es wird das genutzt, was Mutter Natur einem bietet. In diesem Fall entstanden leicht mystische Bilder von der Festung und vom naheliegenden Lilienstein. Gelohnt hat es sich also wieder einmal auch wenn es anders kam als erwartet.

Ein Dank geht hier noch einmal an das Team der Festung Königstein für die Einladung.