Island – wilde Natur im Winter

0F5A3328-HDR-Bearbeitet-1++-ps-kleinWilde Natur, ein Blizzard, Schnee ohne Ende und Windgeschwindigkeiten von bis zu 180km/h – der ganz normale Wahnsinn im Winter in Island?

Ende November war es wieder einmal für mich soweit und es ging erneut hoch in den Norden, spezieller gesagt nach Island. Dies war bereits meine 6te Reise in den isländischen Winter. Nach all den Reisen lernt man dort eines ganz schnell, plane nicht so viel und nimm dir Zeit. Die Natur ist gandenlos und kümmert sich wenig um Zeitpläne und Wunschziele. Der Süden ist stark bekannt für Stürme mit mächtigen Windböhen, der Osten und der Norden sind die Schneeregionen in Island. Aber was ist mit dem Westen? Der Westen ist hier ganz speziell, hier gibt es nur wenig Schnee und auch weniger Wind als sonst im Land (für isländische Verhältnisse gesehen). Es wundert also nicht, dass gerade hier die Hauptstadt und auch Keflavik mit dem Internationalen Flughafen liegt. Ja man landet nicht immer in Reykjavik auch wenn es auf viele Boarkarten oder Reisebeschreibungen steht, so landet man in Keflavik. Also bei der Autovermietung aufgepasst, sonst kommt schnell eine zusätzlich Taxi bzw. Busfahrt auf einen zu.

IMG_20171121_120556In diesm November war das Wetter wirklich sehr wechselhaft, so kam der erste Schnee des Jahres schon sehr zeitig im Oktober und die Winterstürme auch schon mitte November. Normaler Weise fallen diese nicht stärker aus als unsere Herbststürme in Deutschland aber in diesem Jahr war halt alles anders. So kam ein großer und starker Blizzard auf Island zu und brachte selbst die IMG_20171121_153852Sturmerprobten Isländer dazu lieber etwas mehr zu Hause zu bleiben. Mir boten sich windgeschwindigkeiten mit bis zu 180km/h. Bei diesen Wingeschwindigkeiten ist es auch nicht verwunderlich, dass man lieber drinnen bleibt als nach draußen zu gehen. Als Fotograf reizen mich natürlich die besonderen Wettersituationen. Auch wenn es nicht immer ungefährlich war, habe ich trotzdem immer vesucht Fotos und Videos vom Wetter zu erstellen. Es empfiehlt sich immer die Seiten www.vendur.is und www.road.is zu bebachten, hier werden immer alle Wetterdetails beschrieben und die Vorhersagen gemacht. Straßensperrungen sind im isländischen Winter keine Seltenheit. Zur eigenen Sicherheit daher diese immer vor jeder Tour anschauen und gegebenfalls auch Einheimische befragen.

0F5A1908-1++-psklein2Mein Hauptaugenmerk lag wie immer im Winter auf den Besuch von Eishöhlen, Gletschern und Polarlichtern. Für Polarlichter ist der November besonders gut, da der Tag kurz und die Nächte damit sehr lang sind. Im Schnitt hat man ca. & Stunden Tageslicht. Das bedeutet für alle die Sonnenaufgänge lieben und fotografieren wollen, ausschlafen, frühstücken und dann entspannt nach draußen gehen, ca 10:30Uhr geht dann die Sonne auf. Sonnenuntergang ist dann gegen ca. 16Uhr, diese Zeit muss man nutzen um sich am Tage mit Licht die vielen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Island bietet hier viele schöne Naturschauspiele, welche aber meist mit vielen Fahrwegen verbunden sind! Als kurzer Tipp, es empfiehlt sich daher auch bei der Autovermietung darauf zu achten alle Kilometer inklusive zu haben. Einmal um die Insel herum bedeutet 2.500 bis 3.500 km. Inklusive sind meist nur 700km. Wegen dem Schnee im Norden empfiehlt es sich auch ein Geländewagen oder SUV zu mieten, welcher etwas höhr liegt.

IMG_20171122_112059Wer sich nicht sicher fühlt, kann in Island auch geführte Touren oder ganze Rundreisen buchen. Diese sind aber nicht sehr günstig aber man bucht dort ein rund um sorglos Paket. Egal was ist oder passiert, der Tourguide kümmert sich. In Island kommt man sehr gut mit Englisch über die Runden. Die isländischen Kinder sprechen mitlerweile ein besseres Englisch als Isländisch. Dies ist auch nicht sehr verwunderlich. Die meisten TV Sender, Zeitungen gibt es nur in Englisch bzw man nutzt hier viel das Britische TV-Programm. Bei 400.000 Einwohner wunder es auch nicht. Die Isländer kommunizieren viel über das Internet wie z.B. Facebook. Dort werden auch die neusten Nachrichten ausgetauscht.

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Island im Winter – der Kampf um ein gutes Bild

IMG_8799-1++-ps-kleinIsland im Winter – der Kampf um ein gutes Bild.

Jeder der Fotos liebt, kommt nicht herum eine Reise nach Island zu machen. Eine Reise? Tss nein eigentlich glaubt man dies nur vor der ersten Reise. Island hat so viele Naturwunder die zu unterschiedlichsten Jahreszeiten zu sehen sind. Möchte man die Polarlichter sehen, sollte man schon im späten Herbst oder besser im Winter Island besuchen – möchte man die großen und Atemberaubenden Wasserfälle sehen oder das grüne Island mit den Papageintauchern, dann ist klar der Sommer das Ziel. So oder so, man wird sich in dieses Land verlieben und man möchte unbedingt wieder hin nach der ersten Reise. Island im Winter war bereits meine dritte Reise in den Norden Europas innerhalb des letzten Jahres – eines ist auf jeden Fall sicher, es war nicht die letzte.

Gefahren nicht Unterschätzen

IMG_7776-1-ps-kleinJeder hat sie bestimmt schon einmal irgendwo gesehen, diese atemberaubenden Winterbilder aus Island, gefrorene Wasserfälle, kristallblaues Wasser oder Eis und natürlich mit Polarlichtern. Doch was muss ein Fotograf dafür  tun und auf sich nehmen um ein solches Bild einfangen zu können?

Man denkt, man fliegt nach Island, schnappt sich ein Auto und fährt zum gewünschten Ziel. Dort angekommen packt man die Kamera aus und knipst los. Doch leider sieht die realität anders aus. Man fliegt nach Island und hofft, dass das Wetter dort super ist. Man schnappt sich das Auto aber fährt nicht gleich los, denn in Island ist es wichtig vor der fahrt immer einmal auf das Wetter und die Straßen zu werfen. Diese Informationen findet man unter www.road.is – in Island weht fast immer ein guter Wind der Schnee auf die Straßen weht oder sie gar unpassierbar macht.

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IMG_8974-1++-ps-kleinIm schlimmsten Fall wird man sogar überrascht von einem Unwetter und steckt fest und muss aus der Not gerettet werden. Daher ganz wichtig, immer einen Blick aufs Wetter werfen. Im Winter sollte man auch nicht an seinem Auto sparen und sich am besten ein SUV oder noch besser einen Jeep holen. So kommt man auch ohne probleme durch kleinere Schneewehen oder hat einfach mehr gripp und stabilität auf den gefrorenen Straßen. In Island werden die Straßen nur vom Schnee befreit aber es wird nicht wie bei uns noch Salz gestreut um die Straßen komplett frei zu haben, daher auch hier immer ein waches Auge haben und vielleicht etwas langsamer fahren.

IMG_8323-1-ps-kleinBeachtet man diese Dinge alle, ist man immer sicher unterwegs. Man sollte auch immer einen Plan B haben, falls das Wetter nicht mitspielt oder einen Straße gesperrt ist. Oft reicht es auch nur einmal 1 Stunde zu warten, da das Wetter in Island sich schnell ändern kann.

IMG_7820-1-ps-kleinHat man sein Ziel erreicht, heißt es aber noch lange nicht, dass man ein gutes Foto machen kann. Nun hat man ja auch Vorstellungen wie man sich den Himmel oder die Sonne auf dem Bild wünscht. Hier ist es halt etwas Glück gutes Wetter zu erwischen oder man fährt einfach weiter und kommt zu einem späteren Zeitpunkt wieder und versucht es erneut. Ich selbst plane mir daher auch an jeden Ort etwas mehr Zeit ein um eventuell einen zweiten Versuch starten zu können. Wenn man aber einmal andere Fotografen befragt zu diesem Thema, höhrt man eingentlich immer das selbe. Für viele ist es dann bereits die 3, 4, 5 oder sogar die 10te Reise nach Island.

Island im November

IMG_8201-1-ps-klein++Island ist das Lieblingsland eines jeden Fotografens, egal zu welcher Tages bzw. Nachtzeit oder ga der Jahreszeit – Island ist immer eine Reise wert. Im November ging es für mich bereits zum zweiten mal in den hohen Norden Europas. Das große Ziel, was auch ein stück weit ein kleiner Kindheitstraum war, sollte diesmal erfüllt werden: die Polarlichter! Island ist mit seinen knapp 340.000 Einwohnern und einer Fläche von 103.125 km² nicht gerade eines der größten Ländern Europas aber trotzdem ein ganz besonderes Land. Es ist die größte Vulkaninsel der Erde. Hier treffen die Nordamerikanische Platte und die Eurasische Platte zusammen und sorgen für die Besonderheite des Landes. Oft hört man auch über Island gern: „Das Land aus Eis und Feuer“

Das Feuer kommt hier ganz klar von den sehr viele aktiven Vulkanen, welche auch immer wieder großen Einfluss auf die Welt haben wie z.B. zuletzt der Eyjafjallajökull mit seiner Eruption 2010. Hierbei wurde so viel Asche in die Atmosphäre geschleudert, sodas der Luftraum immer wieder gesperrt werden musste, Flüge ausfielen, Menschen kamen nicht an Ihre Ziele und Die Wirtschaft wurde ebenfalls dadurch stark beeinflusst.

Das Eis kommt von der Lage im hohen Norden. Im Winter gibt es ein hohes Schneeaufkommen und durch die Gletscher auch viel Eis, jedoch ist es in Island durch den Golfstrom nicht so kalt wie in der Arktis. Im Mittel fallen hier im Winter die Temperaturen nur auf -4°C. Jedoch auf einzelne Tage gesehen können die Temperaturen auch wie in Deutschland gut und gerne einmal auch unter -20°C fallen in der Nacht, was aber recht selten ist.

Polarlichter – Mythos, Legenden oder doch nur Physik?

Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds aus der Magnetosphäre auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und diese ionisieren. Bei dieser Reaktion wird Licht freigesetzt. In der Mythologie sind Polarlichter immer auf Götter und Geistern zurückzuführen gewesen die unter anderem noch einaml Ihre Schlachten Kämpften. Bei den Wikingern war es auch das Ziel eines jeden Mannes dorthin aufzusteigen und in Walhalla aufgenommen zu werden.